Möglichkeiten verunmöglichen

«Wir haben die Qual der Wahl»; dieses Sprichwort ist dir sicher bestens vertraut. Hast du diese Worte schon einmal tief sickern lassen? Was lösen sie in dir aus, wie gut kannst du diese Worte nachempfinden, verstehen?
Wir haben unzählige Möglichkeiten und die Welt steht uns (sofern nicht gerade die C-Thematik existiert) offen. Alle Türen sind auf und wir müssen einfach nur entscheiden, durch welche wir gehen. «Einfach nur», verstehst du.
Im Supermarkt stehen unzählig viele verschiedene Wasserflaschen nebeneinander- welches wohl das Beste ist? Für die nächsten Ferien darfst du dir ein Reiseziel auswählen; aber welches nur? Alles ist möglich, du könntest überall hin.

Wir denken vielleicht, dass offene Türen Freiheit bedeuten, dass sie ein Privileg sind. Häufig verlieren wir uns aber auf der Suche nach dieser einen richtigen Türe- nach «unserer Türe». Denn um diese Eine geht es uns; die Türe, die uns zu einem glücklichen und erfüllten Leben führt.
Die meisten Menschen lieben es, zumindest oberflächlich, die Wahl zu haben und sich alle Optionen offen zu lassen und weisst du warum? Weil sie Angst davor haben, eine falsche Entscheidung zu treffen. Weil sie jederzeit die Möglichkeit haben wollen, sich umentscheiden zu können, sich nicht wirklich committen möchten. Sie nennen es Freiheit – ich nenne es Flucht.  

Vielleicht ist es auch einfach eine bewusste oder unbewusste Sucht nach Ablenkung, sich ständig Türen offen zu lassen- damit du das, was dir wirklich wichtig ist, auf morgen verschieben kannst. Damit du auf keinen Fall durch diese eine offene Türe gehen musst, die Türe, die für dich alles verändern könnte. Denn ein Teil in dir, und ein Teil in mir, möchte sich nicht verändern. Wir haben Angst vor Veränderung, wir haben Angst vor Unbekanntem.

In meinen Heart-Readings bekomme ich immer wieder Feedback von Klienten, dass sie sich ihrer Herausforderungen und Themen bewusst sind, dass sie wissen, was ihnen fehlt und nicht guttut; sie aber einfach nicht in die Veränderung kommen. Und so ist es doch wirklich bei fast allem; tief in uns spüren wir genau, was wir benötigen, was uns guttut und was nicht- weshalb gelingt es uns nicht, das negative loszulassen?
Wieso wissen wir, dass uns zum Beispiel ungesundes Essen schadet, Bewegungsmangel langfristige Schäden mit sich bringt und übermässiger Alkoholkonsum unseren Körper zerstört und ändern trotzdem nichts an unserer Ernährungsweise und an unserer Bewegung?
Wieso? Weil ein Teil von uns sich nicht verändern will! So einfach.

Und sich diesem Anteil bewusst zu werden und ihn zu akzeptieren, dass ist der erste Schritt in dein neues ich.
Du kannst noch so lange versuchen dein Leben zu verändern; wenn du dir nicht eingestehst, dass etwas in dir sich nicht verändern will, wirst du nicht vorankommen. Es wird bei einem innerlichen Kampf bleiben; bei einem unnötigen, kräftezerrenden Kampf in deinem tiefsten Innern.
All deine Teile zusammenzuführen und weiterzugehen, in Richtung dieser «einen Türe», ist Bestandteil von meinem Coaching. Denn es klingt vielleicht sehr konfrontierend und hart; aber die Sache ist die: wenn du dir nicht im Weg stehst, steht dir nichts im Weg!

Beginne, Türen zu schliessen. Schliesse all die Türen, durch welche du nie hindurch gegangen bist. Es wird dich zur wahren Freiheit führen. Denn die Wahl, bedeutet häufig eine Qual!

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